Das NaCzarter-Team
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Wie du den Außenborder auf einem Charter-Segelboot startest
Die Reihenfolge ist immer dieselbe: Tankentlüftung öffnen, Pumpball drücken, bis er hart ist, Choke ziehen, Leerlauf einlegen, Notstoppleine anlegen und erst dann den Starter ziehen. Läuft der Motor, Choke zurückschieben und prüfen, ob hinten der Kühlwasserstrahl austritt. Geht der Motor im Leerlauf direkt nach dem Start aus, war meist der Choke zu früh drin oder die Tankentlüftung zu.
Im Angebot auf NaCzarter haben die meisten Segelboote einen Benzin-Außenborder (Stand Herbst 2026). Median der Leistung: 6 PS bei einer Spanne von 4 bis 20 PS, Tank 12 l, und die Vercharterer geben für diese Leistung einen Verbrauch von etwa 2 l/h an. Hausboote mit Außenborder haben meist rund 30 PS und einen 75-l-Tank. Die Bedienung ist dieselbe, nur meist mit E-Starter und Fernschaltung.
Bei der Übergabe: was der Vercharterer zeigt, was du selbst prüfst
Der Vercharterer startet den Motor bei der Übergabe. Bitte ihn, es einmal vorzumachen, und mach es dann selbst, solange er noch danebensteht. Stell ihm vier Fragen:
- Viertakter mit reinem Benzin oder Zweitakter mit Gemisch, und in welchem Verhältnis;
- wo die Ersatz-Notstoppleine liegt und ob es eine Ersatzzündkerze mit Schlüssel gibt;
- ob beim E-Starter auch der Handstart funktioniert;
- wie viel Benzin im Tank und im Kanister ist.
Dann prüfst du selbst: Benzinschlauch an der Schnellkupplung eingerastet, Pumpball ohne Risse, Schraube ohne Kerben und ohne aufgewickelte Angelschnur. Klemmschrauben am Heckspiegel fest, Sicherungsleine des Motors angebracht. Fehlendes und Schäden kommen ins Protokoll. Das vollständige Übergabeprotokoll der Yacht haben wir separat beschrieben.
Frag auch nach der Treibstoffabrechnung: meist gibst du mit vollem Tank zurück oder zahlst im Hafen nach Verbrauch. Die Regeln sind je nach Vercharterer anders, Details im Text über Treibstoff in Masuren.
Starten Schritt für Schritt
- Blick achteraus: keine Festmacherleine und keine Schot hängt im Wasser, niemand schwimmt am Boot.
- Schaft absenken und mit der Kippverriegelung sichern. Der Kühlwassereinlass muss unter Wasser liegen.
- Entlüftung am Tankdeckel öffnen (und den Benzinhahn, falls vorhanden), Schlauch prüfen, Pumpball drücken, bis er hart ist.
- Schalthebel auf Leerlauf oder in die Stellung „Start“, falls es sie gibt. Mit eingelegtem Gang blockieren die meisten Motoren den Starter.
- Kalter Motor: Choke ziehen. Warmer Motor nach kurzer Pause: Choke drin lassen.
- Notstoppleine ans Handgelenk oder an die Rettungsweste. Der Clip muss im Notstoppschalter sitzen, sonst gibt es keinen Zündfunken.
- Starterseil leicht ziehen, bis Widerstand kommt, dann mit einem kräftigen Zug durchziehen. Nicht bis zum Ende reißen und nicht loslassen, mit der Hand zurückführen. E-Starter: ein paar Sekunden, Pause, nächster Versuch.
- Motor läuft: Choke schrittweise zurückschieben, wenn sich die Drehzahl beruhigt. Zu schnell, und er geht aus. Zu lange, und du ersäufst die Zündkerze.
- Nach ein paar Sekunden muss hinten am Motor der Kontrollstrahl des Kühlwassers austreten. Kommt keiner: Motor aus, Ursache nie bei laufendem Motor suchen.
- Gib dem Motor im Leerlauf einen Moment zum Warmlaufen. Erst dann Leinen los und Gang rein.
Unterwegs: Schaft, Leerlauf, Rückwärtsgang und Welle
Unter Segeln ist der Motor aus und hochgeklappt, denn abgesenkt bremst er das Boot. Du klappst ihn hoch, nachdem die Segel stehen, und senkst ihn ab, bevor du sie bergst. Praxisregel: erst den Motor im Leerlauf starten, dann die Segel bergen. Springt er nicht an, hast du noch Segel und Zeit.
Beim Absenken die Verriegelung prüfen. Ein nicht verriegelter Schaft hebt sich im Rückwärtsgang, die Schraube zieht Luft und das Boot bremst nicht. Im Hafen arbeitest du mit minimaler Drehzahl, in kurzen Schüben, mit Leerlauf dazwischen. Gänge wechselst du nur im Leerlauf: von vorwärts auf rückwärts mit Gas zerstört das Getriebe. Der Rückwärtsgang eines kleinen Außenborders bremst schwach, und ein Segelboot mit acht Leuten wiegt einiges, also bremse früher, als du denkst. Mehr dazu im Text über Hafenmanöver unter Motor.
In der Welle springt die Schraube aus dem Wasser, zieht Luft und die Drehzahl springt. Das ist Ventilation der Schraube, umgangssprachlich mit Kavitation verwechselt, kein Defekt. Gas wegnehmen, Crew nach achtern bitten, schräg zur Welle fahren. Śniardwy (Spirdingsee) und Mamry (Mauersee) bauen bei starkem Wind eine kurze, steile Welle auf, die einen kleinen Außenborder alle paar Sekunden aus dem Wasser hebt. Diese Seen überquert man morgens oder gar nicht.
Häufigste Störungen und was zu tun ist
Luft im System. Der Motor läuft kurz und geht aus, der Pumpball ist weich. Wird er nach dem Öffnen der Entlüftung und dem Nachdrücken der Schnellkupplungen nicht hart, ist der Schlauch undicht oder der Tank leer.
Schraube in Algen oder in einer Leine. Drehzahl steigt, Fahrt fällt, das Heck vibriert. Meist ist es die eigene Festmacherleine oder eine Schot, die außenbords hing. Freimachen mit Bootshaken oder Messer, bei hochgeklapptem Schaft und gezogener Notstoppleine.
Überhitzung. Kein Kontrollstrahl, Haube heiß, es riecht verbrannt. Sofort ausschalten. Oft ist nur die Kontrollöffnung verstopft, nicht die Pumpe: mit einer Angelschnur durchstoßen, den Einlass am Schaft reinigen und den Motor abkühlen lassen.
Ersäufte Zündkerze und Ausgehen im Leerlauf stehen in der Tabelle unten. Alles andere ist ein Anruf beim Vercharterer, bevor du etwas abschraubst. Zerlege den Motor nicht, Schäden aus eigenen Reparaturen gehen von der Kaution ab. Ohne Motor mitten auf dem See hat ein Segelboot Segel und ein Hausboot einen Anker an der Leine. Wirf ihn, damit du nicht ans Ufer oder ins Fahrwasser treibst, und ruf erst dann an. Die Nummern stehen im Text wie man in Masuren Hilfe ruft.
Sicherheit: Notstoppleine, Wasser, Benzin
Die Notstoppleine immer an der Hand oder an der Weste, nicht „für alle Fälle“ am Haken neben dem Schalter. Gehst du über Bord, geht der Motor aus und das Boot fährt nicht ohne dich weg. Niemand geht bei laufendem Motor ins Wasser. Baden vom Boot: Motor aus, Notstoppleine gezogen, Schlüssel in der Tasche.
Getankt wird im Hafen, am Steg, bei ausgeschaltetem und abgekühltem Motor. Den tragbaren Tank nimmst du auf den Steg, nicht in der Plicht nachfüllen. Der Reservekanister bleibt geschlossen, in einer belüfteten Backskiste, nie in einer Kabine, in der geschlafen wird. Verschüttetes Benzin wischst du auf, nichts geht in den See: Masuren ist Schutzgebiet. Heckspiegel, Backskiste und die übrigen Begriffe erklärt das Glossar Teile der Yacht.
Symptom, Ursache, was tun
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Was tun |
|---|---|---|
| Starterseil blockiert oder E-Starter dreht nicht | Gang eingelegt | Hebel auf Leerlauf, erneut versuchen |
| Dreht, springt nicht an, kein Benzingeruch | Notstoppleine nicht eingeklinkt, Entlüftung oder Benzinhahn zu, Schlauch abgezogen, Tank leer | Leine in den Schalter, Entlüftung auf, Schnellkupplung nachdrücken, Pumpball hart, Benzin prüfen |
| Dreht, springt nicht an, Benzingeruch | Ersäufte Zündkerze: zu lange am Choke oder mehrere Züge mit Choke | Choke rein, etwas Gas, ein paar Züge; nichts: ein paar Minuten Pause und wiederholen |
| Springt an und geht nach kurzer Zeit im Leerlauf aus | Choke zu früh zurück oder Entlüftung zu | Mit Choke starten und ihn schrittweise zurückschieben; Entlüftung öffnen, Pumpball drücken |
| Läuft, kein Wasserstrahl | Wassereinlass oder Kontrollöffnung verstopft | Sofort aus, Einlass reinigen, Öffnung durchstoßen, abkühlen lassen; weiter nichts: Vercharterer anrufen |
| Hohe Drehzahl, wenig Fahrt, Vibrationen | Algen oder Leine in der Schraube; in der Welle zieht die Schraube Luft | Stopp, Notstoppleine ziehen, Schaft hoch, Schraube freimachen; in der Welle Gas weg, Crew nach achtern |
| Ruckelt, raucht, geht beim Gasgeben aus, Pumpball hart | Wasser oder altes Benzin, Filter verschmutzt | Nichts nachfüllen, Symptome notieren, Vercharterer anrufen |
| Motor hebt sich im Rückwärtsgang | Schaft nicht verriegelt | Leerlauf, Verriegelung einrasten, erst dann rückwärts |
Die Tabelle ist Erste Hilfe, keine Serviceanleitung. Leistung und Tank des konkreten Boots findest du im Yachtdatenblatt unter den Segelbooten in Masuren.
Häufige Fragen
Worin unterscheidet sich die Bedienung von Zweitakter und Viertakter? Der Zweitakter fährt mit einem Benzin-Öl-Gemisch im Verhältnis, das der Vercharterer vorgibt; mit reinem Benzin frisst er sich fest. Der Viertakter fährt mit reinem Benzin, das Öl hat er separat. Bevor du aus dem Kanister nachfüllst, stell sicher, welchen du hast.
Wie viel Benzin verbraucht ein Außenborder am Segelboot? Die Vercharterer auf NaCzarter geben für einen 6-PS-Motor etwa 2 l/h an, ein voller 12-l-Tank reicht also für einige Stunden unter Motor. In der Welle und mit Vollgas mehr.
Was tun, wenn der Außenborder morgens nicht anspringt? Ein kalter Motor braucht Choke, sonst der Reihe nach: Leerlauf, Notstoppleine eingeklinkt, Entlüftung offen, Pumpball hart. Riecht es nach Benzin, ist die Kerze ersäuft: Choke rein, etwas Gas, ein paar Züge. Nach ein paar Minuten immer noch nichts: Vercharterer anrufen.
Darf ich die Zündkerze selbst wechseln? Nur wenn der Vercharterer eine Ersatzkerze mit Schlüssel dagelassen und gezeigt hat, wie es geht. Sonst anrufen. Alles Weitere zu zerlegen ist ein Schaden zulasten der Kaution.
Was tun, wenn ich die Notstoppleine verliere? Ohne Clip im Schalter springt der Motor nicht an, deshalb fragst du bei der Übergabe nach der Ersatzleine. Gibt es keine, bastle nicht am Schalter herum, ruf den Vercharterer an.
Titelbild: NaCzarter.pl



