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Klampe — was ist das, welche Arten gibt es und wie belegt man eine Leine richtig
Segelführer3 Min. Lesezeit

Klampe — was ist das, welche Arten gibt es und wie belegt man eine Leine richtig

Eine Klampe ist der Beschlag, auf dem du eine Leine festmachst — Festmacher, Schoten und Fallen landen alle auf einer. Wir erklären die wichtigsten Klampenarten und zeigen Schritt für Schritt, wie man eine Leine an einer Hörnerklampe belegt: sicher und trotzdem im Notfall blitzschnell zu lösen.

24.04.20263 Min. Lesezeit

Eine Klampe ist ein unscheinbarer Beschlag, auf dem das ganze Festmachen ruht — an ihr machst du die Yacht am Steg fest, und auf ihr belegst du beim Segeln Schoten und Fallen. Klingt banal, doch eine falsch belegte Leine kann sich beim ersten Bö lösen oder — umgekehrt — so verklemmen, dass du sie nicht schnell genug freibekommst, wenn es darauf ankommt. In diesem Ratgeber erklären wir, was eine Klampe ist, welche Arten dir begegnen und wie man eine Leine Schritt für Schritt an einer Hörnerklampe belegt.

Was eine Klampe ist

Eine Klampe ist ein Decksbeschlag — ein Guss- oder Schmiedeteil mit zwei Hörnern — der dazu dient, eine Leine schnell und sicher festzumachen und ebenso schnell wieder zu lösen. Du findest sie an Deck einer Yacht (für Festmacher, Schoten und Fallen), am Mast sowie am Steg oder an der Kaimauer im Hafen. Meist besteht sie aus Aluminiumlegierung, Edelstahl oder einem festen Kunststoff — wichtig ist, dass die Klampe zur Leinenstärke und zu den Kräften passt, die sie aufnehmen soll.

Arten von Klampen

Beim Segeln begegnen dir mehrere Typen, jeder für eine etwas andere Aufgabe:

  • Hörnerklampe (klassische Klampe) — die klassische Klampe mit zwei Hörnern. Auf ihr belegt man Festmacher und Fallen in Achterschlägen. Sie hält fest und berechenbar, aber nur, wenn sie richtig belegt ist.
  • Cam-Cleat (Schnappklampe) — hat zwei gefederte, gezahnte Backen, die eine zwischen sie gedrückte Leine automatisch greifen. Sie blockiert schnell und löst schnell — deshalb beliebt für Schoten.
  • Clamcleat (Klemmklampe) — ein fester Körper mit profiliertem, geripptem Kanal mit sich verjüngendem Querschnitt, der die Leine fortschreitend klemmt. Einfach, leicht und langlebig, weil ohne bewegliche Teile.

Decksklampen (an der Yacht) und Stegklampen unterscheidet man getrennt — sie sind unterschiedlich groß, werden aber gleich belegt.

Wofür Klampen da sind

An Bord erfüllt eine Klampe drei Hauptaufgaben. Erstens — Festmacher: an den Bug- und Heckklampen machst du das Boot im Hafen fest. Zweitens — Schoten: Cam- und Clamcleats lassen dich eine belastete Schot ohne Knoten festsetzen. Drittens — Fallen: Hörnerklampen am Mast halten ein gesetztes Segel. Am Steg oder an der Kaimauer nimmt eine Klampe den geworfenen Festmacher auf und hält das Boot, bis die Crew ihr eigenes Ende an Bord belegt.

Wie man eine Leine Schritt für Schritt belegt

Entscheidend ist, die Leine an der Hörnerklampe richtig zu belegen — der Klampenschlag mit Kopfschlag. So geht es:

  • Führe die Leine von der Seite an die Klampe, von der die Last kommt, und nimm sie zuerst einmal ganz um den Fuß (den Körper) der Klampe — dieser volle Rundtörn nimmt die Hauptlast auf.
  • Führe die Leine diagonal über die Mitte zum gegenüberliegenden Horn und zurück und bilde so die charakteristische Acht (Achterschläge).
  • Wiederhole die gekreuzten Achterschläge zwei-, höchstens dreimal — jede Lage liegt auf der vorherigen.
  • Schließe mit einem Kopfschlag ab: dreh das lose Ende zu einer Bucht, sodass der lose Part unter den festen läuft, und leg sie über ein Horn. Achterschläge ohne diesen Kopfschlag können sich mit der Zeit lösen.

Ein praktischer Hinweis: Den Kopfschlag verwendet man nicht dort, wo die Leine unter Last sofort gelöst werden muss — an einer stark belasteten Schot kann sich der Kopfschlag so verklemmen, dass du ihn nicht von Hand abheben kannst. Dort eignet sich eine Cam-Cleat oder reine Achterschläge ohne Kopfschlag besser.

Die häufigsten Fehler

Ein paar Dinge, die du dir vor dem Ablegen merken solltest:

  • Den vollen Rundtörn um den Fuß auslassen — ohne diesen ersten Rundtörn geht die ganze Last direkt in die Achterschläge, die dann verrutschen und schlüpfen.
  • Zu viele Achterschläge — drei Lagen reichen; ein Haufen Leine erschwert nur das schnelle Lösen und sieht unordentlich aus.
  • Festmacher unter Last verklemmen — ist die Leine stark belastet, nimm zuerst die Spannung weg (z. B. über eine zweite Leine fieren), bevor du sie von der Klampe nimmst.
  • Falsche Anlaufseite — führe die Leine immer so, dass die Last längs der Klampe zieht und sie nicht nach oben abhebt.

Belegen ist eine jener Fertigkeiten, die nach ein paar Wiederholungen an einem echten Deck in Fleisch und Blut übergehen. Bei NaCzarter bekommst du vor jedem Törn eine Einweisung und eine Festmach-Demonstration an deiner konkreten Yacht, und wer lieber im Tun lernt, kann mit einem Skipper segeln oder mit einem Führerscheinkurs beginnen. Der Rest ist einfach Übung zwischen den Häfen Masurens.

Bereit zum Ablegen? Sieh dir den Yachtverleih in Masuren an, die Option Segeln mit Skipper oder einen Segelschein-Kurs.

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