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Sportina — das legendäre Segelboot der Masuren (und woher Delphia stammt)
Yachtcharter4 Min. Lesezeit

Sportina — das legendäre Segelboot der Masuren (und woher Delphia stammt)

Günstig, wendig und führerscheinfrei: Die Sportina aus Olecko war für Generationen masurischer Segler das erste Boot. Ihre Geschichte — und wie aus der Werft der Weltkonzern Delphia Yachts wurde.

Das NaCzarter-Team

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Sportina — das legendäre Segelboot der Masuren (und woher Delphia stammt)

Es gibt Boote, an die man sich zurückerinnert wie an das erste Segelcamp: der Geruch von aufgeheiztem Laminat, das Platschen des Schwerts, das ins Flachwasser taucht, die Pinne in der Hand und die ganze Familie zusammengedrängt in der niedrigen Kajüte. Für viele Generationen masurischer Segler war genau die Sportina so ein Boot — günstig, wendig, schnell „mit Regatta-Charakter", so gebaut, dass sie echtes Segeln lehrt. Das war kein Luxus. Das war der Anfang einer Liebe zum Wasser.

Vom kleinen Olecko in die Welt — die stolze Geschichte einer Werft

Die Sportinas entstanden in der Werft SPORTLAKE in Olecko, gegründet 1990 von den Brüdern Piotr und Wojciech Kot. Hinter den Linien der Rümpfe stand der Konstrukteur Andrzej Skrzat (1945–2025), Autor von Entwürfen, die bis heute Sentiment wecken. Das Schönste an dieser Geschichte ist jedoch, was danach geschah: Im August 2003 änderte das Unternehmen seinen Namen in DELPHIA YACHTS — heute ein weltweiter Hersteller, der über 20 000 Boote zu Wasser gelassen hat. Der Weg „von der masurischen Sportina zur weltweiten Delphia" ist eines der schönsten Kapitel des polnischen Segelsports.

Die Sportina-Familie — Kajütboote, Schwertboote, echte Masuren

Sportinas sind kleine Kajütyachten, Schwertboote für Binnengewässer: GRP-Laminat, aufholbares Schwert, Ruder am Spiegel mit Pinne und ein kleiner Außenbordmotor (ca. 4 PS). Zur Familie gehörten die Modelle 595, 600, 620, 680, 682 und 760. An einige davon erinnert sich wohl jeder masurische Hafen:

  • Sportina 595 — der Name ist die Länge: ca. 5,95 m, Breite ~2,4 m, Tiefgang 0,25–1,25 m. Die Kajüte ist nur ca. 1,25 m hoch (aufrecht stehen ist nicht möglich), Segelfläche ~19–20,5 m², ca. 4 Kojen. Entwurf von Andrzej Skrzat aus dem Jahr 1982.
  • Sportina 600 — 6,0 m, Breite 2,48 m, Tiefgang 0,28–1,10 m, Kajüte 1,35 m, Segel 18 m², 4 Kojen (2+2).
  • Sportina 680 — 6,80 m, Breite 2,50 m, Tiefgang 0,29–1,30 m, Kajüte 1,45 m, 4–5 Kojen, Segel ~20,5 m². Das war die erste Yacht von Sportlake.
  • Sportina 682 — die aufgefrischte Variante der 680: 6,82 m, Breite 2,5 m, Tiefgang 0,29–1,3 m, Kajüte 1,4 m, 5 Personen (2+3), Segel 20,3 m².
  • Sportina 760 — die größte der Familie: ca. 7,60 m, Segel ~25 m², Kajüte ca. 180 cm (vorsichtig angegeben).

Warum sie sich auf den Masuren so wohlfühlte

Geringer Tiefgang und das aufholbare Schwert waren Vorzüge wie geschaffen für die masurischen Untiefen — die Sportina näherte sich ohne Bedenken dem Ufer und glitt in Stellen, an denen größere Boote umkehren mussten. Das spartanische Interieur, die niedrige Kajüte und die minimale Ausstattung sind kein Nachteil, sondern der Reiz einer echten Segelschule: Sie lehrten Trimm, Reffen und Respekt vor dem Wind. Realistisch schliefen 2–3 Personen bequem, und der wendige Rumpf konnte mit Regatta-Biss echten Spaß machen. Zu ihrer Zeit hielt sich die Sportina wacker unter Gefährtinnen wie Sasanka, Tango, Nash oder Focus.

Führerscheinfrei — und das ist bis heute so

Die Modelle 595 und 682 liegen unter 7,5 m, daher darf man sie auf den Masuren führerscheinfrei fahren. Das ist noch immer eine der einfachsten Möglichkeiten, sich ans Ruder zu setzen und in See zu stechen — schau dir unseren Ratgeber welcher Führerschein für eine Yacht auf den Masuren sowie das Angebot an führerscheinfreien Yachten auf den Masuren an.

Und womit segelt man heute im selben freundlichen Geist?

Wenn du dieselbe liebenswerte, budgetfreundliche Klasse suchst — leicht zu führen, familientauglich, masurisch bis ins Mark — empfehlen wir dir heute ihre neueren Nachfolgerinnen. Es ist derselbe Charakter, nur mit einer Prise modernen Komforts: Antila 24, Sasanka Viva 600, Twister 26 oder die etwas größere TES 32 Dreamer. Alle findest du in unserem Yachtverleih auf den Masuren, und falls du bei der Wahl zögerst, hilft dir der Artikel Segelyachten auf den Masuren — welche wählen.

Häufige Fragen

Wer stellte die Sportina-Yachten her? Die Sportinas entstanden in der Werft SPORTLAKE in Olecko, gegründet 1990 von den Brüdern Piotr und Wojciech Kot. Hinter den Entwürfen stand der Konstrukteur Andrzej Skrzat.

Sind Sportina und Delphia dieselbe Werft? Ja. Im August 2003 änderte das Unternehmen seinen Namen in Delphia Yachts — heute ein weltweiter Hersteller mit über 20 000 zu Wasser gelassenen Booten. Das ist der Weg „von der masurischen Sportina zur weltweiten Delphia".

Darf man eine Sportina auf den Masuren ohne Führerschein fahren? Ja, Modelle wie die 595 und 682 sind unter 7,5 m lang, daher darf man sie auf den Masuren führerscheinfrei segeln.

Wie viele Personen schlafen realistisch auf einer Sportina? Je nach Modell gibt es 4–5 Kojen, aber bequem erholen sich meist 2–3 Personen — es ist eine kleine Kajütyacht mit Schwert und niedriger Kajüte.

Welche moderne Yacht hat einen ähnlichen, freundlichen Charakter? In derselben budgetfreundlichen, leichten Klasse empfehlen wir heute u. a. die Antila 24, Sasanka Viva 600, Twister 26 sowie die größere TES 32 Dreamer.

Titelbild: Henryk Poddębski / Wikimedia Commons (domena publiczna / public domain).

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