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Kisajno-See — Segelführer (Inseln, Häfen, Routen)
Häfen & Marinas4 Min. Lesezeit

Kisajno-See — Segelführer (Inseln, Häfen, Routen)

Der Kisajno-See ist das erste große Gewässer nördlich von Giżycko — ein Labyrinth aus Inseln unter Naturschutz, berüchtigte Steinfelder und der Schwanenweg. Erfahre, wo die Fahrrinne verläuft, wo du festmachen kannst und warum das Betreten der Inseln verboten ist.

Das NaCzarter-Team

· Aktualisiert

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Kisajno-See — Segelführer (Inseln, Häfen, Routen)

Der Kisajno-See ist das erste große Gewässer, das du siehst, wenn du Giżycko in Richtung Norden verlässt. Ein Labyrinth bewaldeter Inseln, ein Refugium für Schwäne und berüchtigte Steinfelder machen ihn zu einem wunderschönen, aber anspruchsvollen Revier. Jeder Törn von unserer Basis im Port Royal Richtung Sztynort und Węgorzewo führt hier hindurch — gut also zu wissen, wo die Fahrrinne verläuft, wo du über Nacht liegen kannst und warum die Inseln nicht besucht werden dürfen.

Der Kisajno-See in Zahlen

Der Kisajno hat eine Fläche von rund 1896 ha, ist etwa 8,5 km lang und bis zu 3 km breit. Die maximale Tiefe erreicht 25 m, bei durchschnittlich etwa 8,4 m. Streng genommen ist er kein eigenständiger See — er bildet das südlichste Glied eines Komplexes aus sechs verbundenen Gewässern, die gemeinsam als Mamry (Mauersee) bekannt sind, weshalb er auch „Südliches Mamry" genannt wird. Seinen Charakter prägen die Inseln: vom Duży Ostrów und der Wielka Kiermuza bis zur kleinen Dębowa Górka.

Vom Niegocin auf den Kisajno: Kanal und Drehbrücke

Der klassische Weg führt durch den Giżycko-Kanal (Łuczański-Kanal) — gebaut in den Jahren 1765–1772, 2130 m lang — mitten durch die Stadt bis zur Tracz-Bucht. Unterwegs wartet eine Attraktion und zugleich ein Nadelöhr: die Drehbrücke in Giżycko, die ein einziger Operator von Hand dreht. Prüfe die Öffnungszeiten vor dem Törn — den Mast stellst du bequem erst hinter dem Kanal, auf der Tracz-Bucht. Die westliche Variante umgeht das Zentrum: vom Niegocin durch den Niegocin-Kanal auf den Tajty-See und weiter durch den 250 m langen Piękna-Góra-Kanal — über diesen führt allerdings eine feste Brücke, das Mastlegen ist also Pflicht.

Inseln und Naturschutzgebiet: bewundern vom Deck aus

Die Inseln des Kisajno gehören zum bereits 1957 eingerichteten Vogelschutzgebiet „Inseln auf den Seen Mamry und Kisajno" — insgesamt 20 Inseln, auf denen über 110 Vogelarten nachgewiesen wurden, darunter Kormorane, Graureiher, Rohrdommeln, Rothalstaucher und Kraniche. Die Regel ist einfach und absolut: Betretungs- und Zeltverbot. Wir legen nicht an, wir steigen nicht aus — die Inseln bewundern wir vom Wasser aus, am besten auf dem Schwanenweg entlang des Westufers, zwischen Engstellen und Buchten, denen der See seinen Beinamen als „Schwanensee" verdankt. Die Dębowa Górka, nach lokaler Überlieferung einst eine Kultstätte des Gottes Perkun, ist heute ebenfalls Schutzgebiet mit Anlegeverbot. Und wenn du filmische Stimmung magst: Auf dem Kisajno drehte Roman Polański Szenen für „Das Messer im Wasser".

Fahrrinne und die berüchtigten Steinfelder

Der Kisajno ist bekannt für Findlinge und Untiefen — halte dich deshalb an die markierte Fahrrinne. Die Flachstellen sind mit schwarz-gelben Kardinaltonnen bezeichnet, stellenweise trennt eine Linie roter Tonnen die Buchten vom Hauptfahrwasser. Steine lauern unter anderem bei der Dębowa Górka, am Olchowy Róg, am Ostufer bei Pierkunowo sowie auf dem gesamten Abschnitt zwischen Olchowy Róg und Królewski Róg. Achtung: In der Saison 2026 sind einige Kardinaltonnen verschlissen und die Betonnung kann lückenhaft sein — halte dich umso genauer an die Rinnenmitte und die Karte.

Häfen und Ankerplätze am Kisajno

Der Hafenknotenpunkt ist die Tracz-Bucht, gleich hinter dem Kanal. Hier findest du das Zentrum „Oczy Mazur" — den ehemaligen Almatur-Steg mit den berühmten, 1971 auf den Hangar gemalten Augen — und direkt daneben den separaten Yachthafen COS Giżycko sowie die Wasserstation Stranda. In der Südwestecke des Sees, am Piękna-Góra-Kanal, liegt der Hafen Łabędzi Ostrów mit Strom, Wasser und Duschen. Wild übernachtest du am besten an der Binduga Zimny Kąt am Nordwestufer oder vor Anker in einer geschützten Uferbucht — niemals an den Inseln des Schutzgebiets.

Weiter nach Norden und für wen dieses Revier ist

Die Grenze zum Dargin ist symbolisch — sie verläuft an der engsten Stelle der Passage zwischen Królewski Róg und Wysoki Róg. Von dort öffnet sich der Weg nach Sztynort, auf den Dargin und den Dobensee, und auf der Westseite passierst du den Fuledzki Róg mit einem Blockfeld aus fast 6000 eiszeitlichen Findlingen (der größte misst 9,3 m Umfang). Den Kisajno wird jeder zu schätzen wissen: Einsteiger bekommen breites, geschütztes Wasser und Häfen nahe Giżycko, alte Hasen ein Navigationsrätsel zwischen den Inseln. Deinen Törn startest du bequem bei uns: Sieh dir den Yachtcharter am Kisajno-See an oder stöbere in unserer Flotte an Segelyachten in Masuren.

Häufige Fragen

Darf man auf den Inseln des Kisajno-Sees zelten? Nein. Die Inseln gehören zu einem Vogelschutzgebiet, und es gilt ein absolutes Betretungs- und Zeltverbot. Festgemacht wird in Häfen und Buchten am Ufer, die Inseln bewundern wir vom Deck aus.

Wie kommt man von Giżycko auf den Kisajno? Am kürzesten durch den Giżycko-Kanal mitten durch die Stadt und die Drehbrücke bis zur Tracz-Bucht. Alternativ über die westliche Variante durch den Tajty-See und den Piękna-Góra-Kanal, wo eine feste Brücke das Mastlegen erfordert.

Wie tief ist der Kisajno-See? Die maximale Tiefe beträgt rund 25 m, der Durchschnitt etwa 8,4 m. Die Fläche liegt bei rund 1896 ha, bei 8,5 km Länge und bis zu 3 km Breite.

Ist der Kisajno für Segelanfänger schwierig? Nein — solange du dich an die markierte Fahrrinne hältst. Die Steinfelder und Untiefen sind mit Kardinaltonnen bezeichnet, und geschützte Buchten sowie Häfen nahe Giżycko verzeihen Fehler.

Titelbild: Piotrek_kolucki / Wikimedia Commons (CC BY 3.0).

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